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Relegation zur Bezirksliga



1:1 – Taufkirchen trauert, Wasserburg feiert

Zeitungsbericht Münchner Merkur vom 18.06.2017:

Der Traum der BSG Taufkirchen von der Bezirksliga ist geplatzt. Vor der Rekordkulisse von gut 1100 Zuschauern hat der TSV 1880 Wasserburg mit einem verdienten Remis den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.
Taufkirchen – Unendlich enttäuscht waren die Taufkirchener Fußballer. Niedergeschlagen sanken sie nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Ludwig Lunak auf den Rasen, während bei den Wasserburgern eine ausgelassene Aufstiegsparty stieg. Nach dem 1:0-Hinspielsieg hatte ihnen in Taufkirchen ein 1:1 (0:0) gereicht.

Einmal mehr sorgten die Gebrüder Haas für die entscheidenden Pluspunkte beim TSV. Trainer Leonhard Haas verpasste seiner Mannschaft eine maßgeschneiderte Taktik. Gegen eine engstehende doppelte Viererkette fanden die Taufkirchener nur selten den benötigten Raum und hatten zudem den Nachteil, dass die Flügelzange das ganze Spiel über lahm blieb. Der Gast hatte zudem mit Torwart Georg Haas einen sehr starken Rückhalt, der in der kritischen Endphase eine fantastische Rettungstat zeigte und so turbulente Schlussminuten verhinderte. Mann des Tages war Spielführer Dominik Haas, der nach dem Führungstreffer der Taufkirchener in der 55. Minute durch Thomas Bachmaier nur elf Minuten später das 1:1 markierte.
Der Gast aus Wasserburg überraschte gleich zu Beginn mit einer Mini-Offensive mit zwei Ecken, die aber nichts einbrachten. Die Mannschaft zog sich dann zurück, ließ den Taufkirchenern nur in deren Hälfte Freiräume und suchte erst ab der Mittellinie die Zweikämpfe. Vor dem eigenen Strafraum aber bauten sie eine schier undurchdringbare Sperrlinie auf. Zudem schenkten sie dem im Hinspiel noch sehr starken Tobias Schediwy besondere Aufmerksamkeit. Den BSG-Angreifern fehlten Raum und Ruhe, denn die Wasserburger Abwehr spielte aggressiv und zweikampfstark. Sie nutzte Annahmefehler und die Nervosität der Taufkirchener zu schnellen Gegenstößen aus, die aber zunächst gar nichts einbrachten.

Die erste klare Chance auf BSG-Seite hatte dann doch der fleißige Schediwy, der aus 18 Metern abzog, doch drei Wasserburger Abwehrspieler warfen sich in den Schuss, den Johannes Linder schließlich zur Ecke abwehrte. Den Platzherren fehlte eine echte Spitze, zudem kamen die weiten Bälle von Papantoniou, Schediwy und Götzberger zu selten an, weil die kopfballstarke Wasserburger Abwehr sehr gut und aufmerksam agierte.
Nach Seitenwechsel ließen die Gäste ihre Torgefährlichkeit aufblitzen. Erst setzte sich Jean-Philippe Stephan in halbrechter Position, durch, doch im letzten Augenblick rettete Florian Jakob zur Ecke.
Von da an lief es beim Gastgeber. Von Ibrahim Krraki freigespielt, kam Schediwy im Strafraum aus halbrechter Position ungehindert zum Schuss, der aber nicht platziert genug abgefeuert wurde, und Torwart Haas konnte klären. Nur Minuten später flankte Götzberger aus dem Halbfeld, und Rainer Luger kam am Fünfmeterraum hart bedrängt zum Kopfball. Torwart Haas konnte den Ball noch an den Pfosten lenken, doch Bachmaier setzte nach und traf per Kopf zur Führung.
Wasserburg steckte das Tor gut weg, jubelte nur Minuten später – aber zu früh. Nach einer Ecke wurde Torwart Ganslmeier hart attackiert und ließ dabei den Ball fallen, der im BSG-Tor landete. Der souveräne Unparteiische Lunak hatte aber ein Foulspiel des Angreifers gepfiffen.
Die Wasserburger bewiesen in der Folge, dass sie keinesfalls in die Verlängerung wollten. Elf Minuten nach der BSG-Führung kam der Ball zum freistehenden Kapitän Dominik Haas. Florian Jakob deckte zwar das Schussbein ab, doch Haas zog clever nach innen und vollstreckte eiskalt. Das 1:1 war die Vorentscheidung, auch wenn in der Folgezeit die Platzherren alles versuchten, aber sich immer wieder an der sicheren Abwehr der Gäste festrannten.
In der 85. Minute hatte dann Dominik Keuter doch noch eine Riesenchance. Wasserburgs Abwehr verpasste eine weite Flanke, Keuter stoppte sich den Ball mit der Brust und stand allein vor Torwart Haas, der jedoch per Fußabwehr spektakulär klären konnte. Clever und erfahren spielten die Gäste die Schlussminuten runter und feierten dann den Aufstieg.

Quelle: Münchner Merkur

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